Einleiner

Einleiner

Drachen wurden vor ca. 2000 Jahren in China erfunden. Erst ca. 1500 Jahre später fanden sie den Weg nach Europa, richtig populär wurden sie dort im 19.Jahrhundert während der industriellen Revolution. Aus dieser Zeit stammt immer noch ein großer Teil der heute verbreiteten Einleiner-Modelle. Einleiner fliegen, wie der Name sagt, an einer Schnur.

 

 

 

Eddys

Der Klassiker ist der sogenannte Eddy-Drachen, den wohl jede/r aus der Kindheit kennt, er ist auch heute noch eines der beliebtesten Modelle für Kinder. Fliegt problemlos bei allen möglichen Windverhältnissen, ist einfach aufgebaut und bietet vielfältige grafische Gestaltungsmöglichkeiten. Etwas größere und exakt gebaute Eddys brauchen keinen Schwanz.

 

 

Deltas

Eine modernere Konstruktion ist der Delta-Drachen, wegen seiner Form benannt nach dem griechischen Buchstaben Delta. Er ist ein exzellentes Modell bei wenig Wind.

 

 

Stablose Einleiner

Stablose Einleiner kommen ohne Gestänge aus. Der Wind bläst sie auf und gibt ihnen ihre Form. Erfunden wurde dieses Flugprinzip in den 60er Jahren des 20.Jahrhunderts von Francis Rogallo. Alle modernen Fallschirme, stablose Lenkdrachen, Paraglider und Surfkites basieren auf dieser bahnbrechenden Erfindung.

Der Schirm besteht aus Luftkammern, die aufgeblasen ein Tragflächenprofil bilden. Das ist aerodynamisch sehr effizient, solche Drachen eignen sich hervorragend als Lastenträger. Sie werden daher gerne als „Luftanker“ für große Windturbinen oder ähnlichen Schmuck verwendet, den man dann an die Leine hängt.

Die gelbe Höhenflug Parafoil auf diesem Bild ist auch so ein Gerät. 12 Quadratmeter groß, mit einem sehr zugkräftigen Profil. Gebaut aus dem sehr stabilen, leider nicht mehr hergestelltem 65 Gramm-Toray-Tuch fliegt sie nicht bei ganz wenig Wind, ist aber sehr zugstark ab ca. 2,5 Bft.. Sie leistet uns seit vielen Jahren gute Dienste und zieht bei 4 Bft. 3 große 27mtr. lange Windturbinen hoch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kastendrachen

Kastendrachen sind dreidimensionale Konstruktionen, einer der einfachsten ist dieser klassische Kasten.

Die schräg zum Wind angestellten Flächen sorgen für hohe Flugstabilität auch bei böigem Wind. Kastendrachen stehen oft „wie angenagelt“ am Himmel. Sie sind beliebte Objekte für kreative Drachenbauer, denn mit Phantasie lässt sich basierend auf dem Kastenprinzip fast jede Form in die Luft bringen. Der ungekrönte „König der Kastendrachen“ ist aber der Cody, benannt nach seinem Erfinder Samuel Franklin Cody, der ihn Anfang des 20.Jahrhunderts entwickelte und zu einem menschentragenden System ausbaute.

 

Einen Download für die Bauanleitung zu einem Cody finden Sie hier